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Jobcenter Sachbearbeiterin lies sich Brust von Hartz IV Geld vergrößern
Sie hatte ein Kind bekommen, der Busen sah nicht mehr so knackig aus wie früher – da kam Andrea Sch. (25), Angestellte in einem Jobcenter, auf die Idee, sich an den Steuergeldern für Hartz-IV-Empfänger zu bedienen.
Zierliche Figur, niedliches Gesicht, dunkle Walla-Mähne – Andrea Sch. ist eine hübsche junge Frau. Nur mit ihrem Busen habe sie „schon lange Probleme" gehabt, wie sie der Richterin erklärt.
19500 Euro überwies die junge Mutter im April und Mai 2011 auf das „Mäusekonto", das sie für ihren kleinen Sohn (4) bei der Haspa eröffnet hatte. 6000 Euro davon verwendete sie, um sich die Brüste vergrößern zu lassen. Gestern stand Andrea Sch. wegen erwerbsmäßiger Veruntreuung vor dem Amtsgericht Barmbek.
Die Angeklagte hatte seit Jahren einen sicheren Job bei der Team Arbeit Hamburg. Ihre Aufgabe: Sie musste Hartz-IV-Empfängern die Miete überweisen. Ihr Trick: Sie gab hohe „rückwirkende Zahlungen" in den Computer ein, lenkte das Geld auf das Konto des Sohnes. „Ich hatte 25.000 Euro Schulden", klagt die junge Frau, „Handy, Versicherungen, alles hatte mein Ex-Freund auf meinen Namen abgeschlossen."
Von ihrer Beute verwendete sie allerdings kaum etwas, um die Schulden zu tilgen. „Was haben Sie sich denn bloß bei der Brust-OP gedacht?", will die Richterin wissen. Kleinlaute Antwort: „Gar nichts." Der dreiste Coup flog auf, weil die Bank sich wunderte, dass so viel Geld vom Jobcenter auf einem Kinderkonto landete. 10.000 Euro konnten zurücküberwiesen werden.
Die junge Mutter wird zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt. „Sie haben die Solidargemeinschaft geschädigt und sich selbst die Zukunft verbaut", tadelt die Richterin. Andrea Sch. ist nun selbst Hartz-IV-Empfängerin, hat mittlerweile 35.000 Euro Schulden. Aber immerhin ist der Busen wieder top.


